Auf zwei Rädern ging es heute weiter in den Süden Costa Ricas. Der Weg dorthin wurde uns vorher einmal als “good” und einmal als “bad” beschrieben. Insgesamt war er aber fahrradtauglich und den Schlaglöchern kann man mit dem Fahrrad ohnehin am besten ausweichen. Manzanillo liegt ungefähr 12 km von Puerto Viejo entfernt und unterwegs trifft man auf die wahrscheinlich idyllischsten(?) Strände, ich je gesehen hab: Genau wie man es von kitschigen Postkarten kennt, schmiegt sich blaues Wasser an weissen Sand und vereinzelt ragen Palmen in’s Bild.

Aber wir wollten ja mehr sehen als die Postkartenbilder und so fuhren wir weiter zum Nationalpark. Ein etwas mürrischer Angestellter erklärte uns kurz, wo der Park anfängt und dass Schildkröten erst im nächsten Jahr wieder zu sehen seien, aber direct hinter dem Dorf begänne der Weg nach Punta Mona. Also sicherten wir die Fahrräder und ab ging’s in den Tropenwald. Der Weg war zunächst ganz gut, kein Wunder, schliesslich kamen noch ein paar Häuser. Aber dann begann auch unser Dschungelabenteuer. Morastige Wege, auf den Weg ragende Baumwurzeln und im Weg liegende Äste waren ab jetzt normal. Da wir aber wie die Urlauber mit Shorts, T-Shirt und “Trittchen” (Björnisch für simples Schuhwerk) losgefahren sind, entschieden wir uns spontan für einen Strandaufenthalt in einer ruhigen Bucht.

Der Sonnentag in CR endet immer pünktlich um sechs, daher machten wir uns bald wieder auf den Weg nach Puerto Viejo. Der Rückweg war zumindest für mich schon wesentlich anstrengender, der unbequeme Sattel und die Strasse überforderten gewisse Muskel schon.